» Startseite
» Termine
» News & Info
» der Verein
» über Kendo
» Kontakt
» Links
» Gästebuch
» Fotogalerie

» Bergiselschlacht
» Bergiselschlacht - Hall of Fame
 
» Facebook

» Members Area
» Vorstand

» Impressum

 ..: Willkommen auf den Seiten von Kendo Tirol - Verein für japanischen Schwertkampf :..

Anfängerkurs // Training // über Kendo // Ausrüstung // Historie // F.A.Q.

Was benötigt man als Anfänger?

Ganz zu Beginn benötigt man nur bequeme Sportkleidung. Schuhe sind nicht vonnöten, da - wie bei den meisten anderen Budo-Sportarten - barfuß trainiert wird. Das Shinai (Bambusschwert) wird zunächst vom Verein gestellt, damit man testen kann, ob Kendo etwas für jemanden ist oder nicht.

Was benötigt man, wenn man sich entschieden hat weiterzumachen?
Zu diesem Zeitpunkt sollte man sich ein eigenes Shinai und ein Bokuto (Holzschwert für Kata) anschaffen. Gleiches gilt für das Dogi (Uniform-Set), bestehend aus Hakama und Gi. Zudem ist eine Shinaitasche für den Transport von Vorteil.

Was benötigt man, wenn man die längere Zeit erfolgreich am Training teilgenommen hat und fortgeschritteneres Kendo betreiben möchte?
An diesem Punkt benötigt man die Bogu, bestehend aus Men, Kote, Do und Tare mit einer entsprechenden Tasche. Hinzu kommt das obligate Tenugui (Kopftuch) und Zekken (Namensbeschriftung). Außerdem sollte man daran denken, sich ein Ersatz-Shinai zu besorgen, da bei der wachsenden Trainingsbelastung früher oder später die Streben kaputt gehen können.

Fett geschriebene Begriffe sind unten erklärt.
Shinai
Das Shinai besteht aus vier Bambus- oder Carbonstreben, die am unteren Ende durch die Tsukagawa (Lederhülle) zusammengehalten werden. Unter dieser Hülle befindet sich die Tsuka (Griff) des Shinais. Innerhalb der Tsuka hält das Tomegana (Eisenplättchen) die Streben zusammen. so dass diese nicht während dem Umgang mit dem Shinai verrutschen können.

Am oberen Ende der Tsukagawa befinden sich Tsuba (Stichblatt) und Tsuba-Dome (Gummiring). Am oberen Ende wird das Shinai durch die so genannte Sakigawa (Lederkappe) zusammengehalten.

Das obere Drittel des Shinais (ohne den Griff gezählt) wird durch die Nakayui (Lederband) begrenzt, die für Festigkeit und gleichzeitige Flexibilität der einzelnen Take (Streben) des Shinai sorgt.

Die Tsukagawa ist mit der Sakigawa durch die Tsuru (Nylonschnur) verbunden. Diese symbolisiert den Schwertrücken. Gültige Treffer können nur mit der dem Schwertrücken abgewandten Seite des Shinai erzielt werden.

Der Bereich zum Erzielen eines gültigen Treffers liegt zwischen Sakigawa und Nakayui und wird auch Monouchi genannt.

Maße und Gewichte für Shinais sind für den Wettkampf reglementiert; so darf z.B. ein Herrenshinai nicht weniger als 510g wiegen.

Bokuto (Bokken)
Das Bokuto (oder "Bokken") ist ein japanisches Holzschwert, welches in den japanischen Kampfkünsten verwendet wird. Es ist kürzer als ein Shinai und wird aus einem Stück Holz gefertigt. Wie das Shinai wird der Griff durch Tsuba und Tsuba-Dome begrenzt. Die Form entspricht - im Gegensatz zum Shinai - der Katana (Samuraischwert). Im Kendo wird es vor allem zur Ausführung der Kata genutzt. In der Nihon Kendo Kata benutzen die Lehrer- und Schülerseitedie für die ersten sieben Kata-Formen das Bokuto, bei den letzten drei Formen benutzt der Schüler das sog. Ko-Dachi, was im Effekt ein kürzeres Bokuto darstellt. Es entspricht - verglichen mit der Katana - dem Wakizashi.
Dogi (Hakama und Gi)
Das Hakama ist ein traditionell japanisches Kleidungsstück. Die Länge des knöchellangen Hosenrocks macht Bewegungen der Füße oder Beine schwerer erkennbar, wodurch Angriffe oder Ausweichbewegungen eines Kendoka schwerer vorauszusehen sind. Die sieben Falten des Hakama symbolisieren die sieben Tugenden des Budo: JIN = Güte, GI = Ehre und Gerechtigkeit, REI = Höflichkeit und Etikette, CHI = Weisheit, SHIN = Aufrichtigkeit, CHU = Loyalität, KOH = Pietät.
Der Gi ist eine Jacke, die in Budosportarten generell getragen wird (z.B. beim Karate, Judo, Aikido). Im Gegensatz zu anderen Budo-Sportarten ist der Keiko-Gi ("Trainingsjacke") im Kendo dicker (Schutzwirkung) und hat kürzere Ärmel.
Bogu (Rüstung)
Der Men (Flügelhelm) ist der Kopfschutz, der beim Kendo getragen wird und stellt eine der Haupttrefferflächen im Kendo dar. Neben den Trefferflächen für den geraden und den seitlichen Schläge bietet der Men die Trefferfläche für den Tsuki (Stich zum Kehlkopf), das sog. Tsuki-Tare. Die Flügel des Men schützen außerdem die Schulterpartie vor abgerutschten Schlägen.

Der Men besteht aus dicht vernähtem, mehrlagigen Baumwollmaterial. Das Gesichtsgitter (Mengane) besteht typischerweise aus einer Aluminium- oder Titanlegierung. Je nach Ausführung können empfindliche Stellen des Men mit Leder überzogen sein, um die Lebensdauer zu erhöhen.

Gehalten wird der Men von den Men- Bändern (Men-Himo), die am Gesichtsgitter befestigt werden. Zur Polsterung und zur Schweißaufnahme wird unter dem Men ein Tuch aus Baumwolle (Tenugui) getragen.

Die Kote schützen die Hände und die Unterarme. Sie bestehen auf der Außenseite der Hände aus stark gepresster Baumwolle. Die Innenseiten, also die Griffflächen, sind aus weichem Leder. Die Unterarme sind durch dicht vernähte, mehrlagige Baumwolle geschützt. Da der Unterarmschutz nicht direkt an den Unterarmen anliegt, ist eine maximale Beweglichkeit der Handgelenke gewährleistet.
Der Do besteht aus zwei Teilen: der Mune und dem Do-dai

Die Mune ("Brust") schützt die Brust vor Stößen und Hieben, stellt aber keine Trefferfläche dar. Es besteht aus einer inneren Fütterung aus Wolle oder ähnlichen und zwei Außenlagen aus Leder. Traditionell ist das Mune schwarz gefärbt und mit, nach Geschmack, aufwändigen Bestickungen versehen.

Am unteren Rand des Mune ist das Do-dai angenäht. Es besteht traditionell aus 43 bis 64 Bambusstreben. Die Außenseite wird mit Leder bezogen. Die Innenseite wird oft rot, die Außenseite schwarz lackiert. Heutige Do-dai sind oft aus Kunststoff oder Glasfaser hergestellt. Die vier Leder- schlaufen an der Seite des Do-dai werden Mune-chichi-kawa genannt. Zwei am Rücken überkreuzte Himo (Baumwoll- bänder) halten den Do mit Hilfe der Lederschlaufen am Oberkörper.

Die linke und rechte Seite des Do-dai stellen Trefferflächen dar.

Der Tare besteht aus fünf Schutzlappen, welche aus mehreren Schichten übereinandergelegtem Baumwollmaterial bestehen und dadurch Steifigkeit erzeugen. Er bietet Schutz für Taille und Hüfte.

Der vordere Schutzlappen wird üblicherweise mit einem Zekken überzogen.

Das Zekken ist ein offener Stoffsack mit Gummibund. Er besteht aus blauem oder schwarzen Stoff und enthält mindestens den Familiennamen. Ansonsten können noch Vereinslogos und der Name des Vereins vorhanden sein. Das hier abgebildete Zekken beinhaltet ausschließlich japanische Kanji.
Das Tenugui ist ein traditionelles japanisches Handtuch aus dünnem, normalerweise farbig bedrucktem Baumwollstoff und in der Regel etwa 30 x 90 cm groß. Die langen Seiten sind durch Webkanten gesichert, die kurzen einfach abgeschnitten, so dass das Tenugui beim Gebrauch etwas ausfranst. Es wird unter dem Men getragen und dient hier als Schweißfänger und zur Schlagdämpfung. Neben seiner Funktion ist das Tenugui auch als Sammlerstück oder Souvenir sehr beliebt.